Sonnenbarsch
E nde des 19.Jahrhunderts wurde der Sonnenbarsch in Europa eingeführt. Eigentlich eher als Aquarienfisch bekannt und aus verschiedensten Gründen in die Gewässer gelangt, ist er heute lokal in West-, Mittel- und Osteuropa verbreitet. Im Alter ist der seitlich abgeflachte Körper des hochrückigen Fisches fast scheibenförmig.
Charakteristisch ist die abgerundete Verlängerung der Kiemendeckel, versehen mit einem schwarzen rot und weiß gesäumten Fleck. Generell ist der Sonnenbarsch recht bunt, hat mittelgroße Kammschuppen und eine ungeteilte Rückenflosse. Außerhalb der Laichzeit sind beide Geschlechter allerdings recht blass; jedoch entwickeln die männlichen Tiere einen wunderschönen kräftigen, schillernden Laichausschlag am ganzen Körper.
Das Wohngewässer des Sonnenbarsches zeichnet sich durch klares, ungetrübtes Wasser, üppigen Bodenbewuchs und geringe Tiefen aus. Außer im Winter findet man ihn meist in 1-2 Meter Tiefe in Bodennähe vor, wo er sich von Kleinkrebsen, Würmern, Insektenlarven, Laich und Jungfischen ernährt.
Ab einer Wassertemperatur von 16 °C pflanzen sich die Fische zwischen Mai und Juli fort. Dies geschieht jedoch immer nur bei Sonnenschein. Die Männchen heben Nestgruben aus, die sie als Revier verteidigen.
Nach der Eiablage wird der Laich von beiden Elterntieren gegen jedweden möglichen Gegner - auch weitaus größere Fische - verteidigt.
Sonnenbarsche werden maximal ein Kilogramm schwer und 30 Zentimeter lang. In Gewässern mit großem Bestand und Mangel an natürlichen Feinden neigen Sonnenbarsche allerdings zur Verbuttung.
Um diesen Fisch an die Angel zu bekommen, hat sich das Anfüttern mit Fischlaich oder Maden bestens bewährt. In flacheren Bereichen mit vielen Deckungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel versunkenen Ästen oder Pflanzenwuchs, kann man die Fische mit Ködern wie Fisch oder Made überlisten. Gute Alternativen sind Würmer, Fischfetzen und sehr kleine Spinner. Präsentiert wird das Ganze am oder dicht über dem Bodengrund.